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Das Mediationsverfahren ist grundsätzlich viel freier als ein Gerichtsverfahren. Auch das Mediationsverfahren hat aber ein paar Regeln. Folgende sogenannte Strukturprinzipien gelten nach dem Mediationsgesetz (MediationsG) für das Mediationsverfahren:

  • Freiwilligkeit

Die Konfliktparteien nehmen freiwillig teil, können also das Mediationsverfahren in jedem Stadium des Verfahrens beenden.

  • Offenheit und Informiertheit

Die Konfliktparteien legen alle Informationen offen, die für die Lösung des Konflikts notwendig sind. Hierzu gehört auch ausgewogener Informationsstand der Mediationsparteien.

  • Verschwiegenheit

Die Konfliktparteien vereinbaren den Umfang der Verschwiegenheit. Der Mediator unterliegt der Schweigepflicht. Das bedeutet, dass er auch vor Gericht nicht als Zeuge zur Verfügung steht. Das gilt ohne Ausnahme, wenn ein Mediator den sogenannten Quellberuf des Rechtsanwalts hat.

  • Allparteilichkeit

Der Mediator hat die Aufgabe, die Interessen und Bedürfnisse aller Konfliktparteien gleichermaßen wahrzunehmen und zu verstehen. Er stellt sicher, dass sich jede Konfliktpartei über die eigenen Bedürfnisse klar werden kann und unterstützt die Konfliktpartei darin, die Bedürfnisse des Gegenübers zu verstehen.